Was ist das Wichtigste für ein würdevolles Altern?

Diese Frage wurde kürzlich der ehemaligen SP-Nationalrätin Angeline Fankhauser (79) gestellt. Ihre Antwort lautete: „Das Wichtigste? Die Selbstbestimmung zu pflegen, und zwar von beiden Seiten. Die alten Leute müssen daran denken, dass sie immer noch Menschen sind mit allen Rechten und Pflichten. Und das Umfeld sollte nicht vergessen, dass man über uns nicht einfach bestimmen kann.“ (Quelle: WoZ, 19. Nov. 2015 Seite 14).

Die Selbstbestimmung pflegen! Es gibt so viele Fachleute, welche offenbar immer ganz genau wissen, was wir Alten nötig haben und was nicht! Sie hocken in den Ämtern und in der Politik und an Hochschulen und in Beratungsstellen und in Heimen und Spitälern und in Verbandssekretariaten und wollen immer nur unser Bestes.

Ihnen sei gesagt, dass wir das Recht auf Selbstbestimmung nicht delegieren, sondern so lange voll und ganz selber wahrnehmen werden, wie wir können. Dazu müssen wir Alten uns gegenseitig unterstützen und organisieren. Das ist für uns ein wichtiger Grund, uns in der AVIVO zu engagieren.

Die Sektion Bern der AVIVO wird, genau wie die vielen anderen Sektionen der AVIVO Schweiz, ihrem Umfeld in Erinnerung rufen, dass man über uns nicht einfach bestimmen kann! Wir verlangen, dass man uns anhört, bevor man „altersgerecht“ oder „altersfreundlich“ über uns entscheiden will.

Eine wichtige Voraussetzung, um das Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen zu können, sind existenzsichernde Renten. Darum wird der Kampf für ein JA zur Initiative AHV Plus (Abstimmung am 28. September 2016) in den nächsten Wochen und Monaten auch für uns so wichtig werden.